Wiederbelebungsprojekt in Zweibrücker Schulen hat begonnen.

Wir freuen uns, ein solches Projekt in Zweibrücken auf die Beine gestellt zu haben.

Dies wäre nicht möglich gewesen ohne eine ganze Reihe motivierter und engagierter Personen. Wir bedanken uns bei folgenden Personen für Ihre Mitarbeit und tatkräftige Unterstützung, die weit über das Normalmaß hinausging:

 


Deutsches Rotes Kreuz: Mario Sauder, Dominik Lauer, Thorsten Mehlhorn
besonderen Dank an die Ausbilder vor Ort: Thomas Jung, Lukas Kirschhock, Sabrina Schmidt, Kim Britz, Sabrina Schmidt, Kerstin Busch-Geertsema, Dominik Müller.

ASB: Tassilo Wilhelm, Christian Lang
Katholisches Krankenhaus: Dr. Matthias Stopp, Dr. Horst Winter
Evangelisches Krankenhaus: Dr. Florian Custodis
Deutscher Rat für Wiederbelebung - German Resuscitation Council (GRC) e.V.: Prof. Dr. Bernd W. Böttiger
Stadt Zweibrücken: Thomas Deller, Martin Gries

 



Hintergrundinformation für Interessierte:

„Beim plötzlichen Kreislaufstillstand außerhalb des Krankenhauses ('plötzlicher Herztod') sind die Chancen zum Überleben ungünstig. Da Hirnzellen nur 4-5 Minuten Sauerstoffmangel ohne Schaden überstehen, kommt der Rettungsdienst in aller Regel zu spät. Unter realistischen Bedingungen vergehen nämlich vom Moment des Kreislaufstillstandes (Kollaps) bis zum Beginn der Maßnahmen durch den Rettungsdienst mindestens 7 Minuten. Den größten Einfluss auf eine Verbesserung der Überlebensquote hat daher der ersthelfende Augenzeuge.“

In Deutschland ist die Ersthelferrate im Falle eines Herz-Kreislaufstillstandes sehr gering, nur in ca. 20 Prozent der Fälle wird eine adäquate Hilfe in Form einer lebensrettenden Herzdruckmassage durchgeführt. In anderen Ländern, insbesondere im skandinavischen Raum, ist diese Rate deutlich höher. Hier helfen in bis zu 70 Prozent der Fälle Passanten. Dies führt zu deutlich verbesserten Überlebensraten der Patienten. Ersthelfermaßnahmen verdoppeln bis verfünffachen das Überleben der Patienten mit Herz-Kreislaufstillstand. Was wir in den ersten 10 Minuten vor Ort verlieren, können wir auch unter maximalem Einsatz von intensivmedizinischen Mitteln im Rettungswagen und im Klinikum nicht zurückholen.

Wieso helfen in Deutschland so wenige? 2 Gründe: Angst und Unkenntnis.

Lösung: Um die Ersthelferraten zu erhöhen, muss ein relevanter Anteil der Bevölkerung adäquat geschult werden. „Eine Steigerung der Wiederbelebungsrate ist nach Ansicht von Experten nur durch flächendeckendes Training von mindestens 20% der Bevölkerung zu erreichen. Dies ist nur möglich, wenn diese Kompetenz frühzeitig im Verlauf des lebenslangen Lernens als Kulturfertigkeit verankert wird. Konsequenter Weise unterhalten die skandinavischen Länder, Großbritannien, USA und Kanada seit Langem entsprechende nationale Programme in ihren schulischen Curricula.“
Wünschenswert wäre solch eine überregionale bzw. nationale Initiative auch in Deutschland. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin und der Deutsche Rat für Wiederbelebung bemühen sich hierbei federführend um eine entsprechende Umsetzung. Da diese Umsetzung noch Jahre dauern kann, haben wir in Zweibrücken beschlossen, unter Einbeziehung beider Krankenhäuser, dem DRK und dem ASB ein Pilotprojekt an den weiterführenden Zweibrücker Schulen durchzuführen. Im Rahmen dieses Projektes sollen Wiederbelebungsmaßnahmen flächendeckend an allen weiterführenden Zweibrücker Schulen gelehrt werden. Wir freuen uns, dass wir in Zweibrücken in diesem so wichtigen Thema überregional eine Vorreiterrolle einnehmen können

(Zitate aus Leitlinien German Resuscitation Council 2013)

 

Pressemeldung: (zum vergrößern bitte das Bild anklicken)

 

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